Draft Recap 2019

Zuerst möchten wir einmal betonen, dass Jon Robinson uns allen ein wahnsinnig geiles Wochenende beschert hat. Wow! In unserer Draft-Preview haben wir 43 Prospects aus 5 Positionsgruppen näher begutachtet und als mögliche Targets für die Titans genannt. Jon Robinson war so nett und hat gleich 5 dieser 43 wirklich gedrafted. Lediglich David Long wurde in unserer Preview nicht genannt.

 

Diese paar Zeilen dienen einmal als grober Überblick, was wir von den Picks halten und auch ein klein bisschen warum. Wärmstens möchten wir euch aber ans Herz legen, die einzelnen ausführlichen Berichte zu den Picks durchzulesen, wenn sie veröffentlicht wurden. Dies geschieht nach und nach in den nächsten Tagen, Florian bastelt da was wirklich Großartiges zusammen, also seid so gut und schaut es euch dann an!


Jeffery Simmons war lange Zeit der Wunschkandidat für die Titans. Schon früh gab es die Berichte, dass die Titans Simmons sehr gerne in Nashville sehen würden. Dann kam sein Kreuzbandriss, während er sich für seinen Pro Day vorbereiten wollte. Und schon war der ursprüngliche Top 5 bis Top 10 Pick kaum noch in der ersten Runde vorzustellen. In Mock Drafts ging Simmons teilweise noch zu den Indianapolis Colts an #26, da die Colts einen frühen zusätzlichen Second-Round-Pick hatten. Da die Colts im Endeffekt aus der ersten Runde rausgetraded haben, ist es gut möglich, dass Simmons tatsächlich ihr Target gewesen wäre. Auf der Pressekonferenz nach der ersten Runde des Drafts haben Mike Vrabel und Jon Robinson zu dem Pick Stellung genommen. Und den Beiden war bewusst, dass es einigen Gegenwind geben würde (Diesen gab es zunächst auch unter Titans-Fans und auch in unserer Gruppe). Simmons war nicht nur aufgrund seines Kreuzbandrisses weniger gern gesehen. Zudem hatte Simmons am Ende seiner High-School Zeit in einem Streit zwischen seiner Schwester und einer anderen jungen Frau mehrmals auf die am Boden liegende Frau eingeschlagen. Natürlich stellt sich nach so einer Aktion die Frage, ob man so einen Charakter wirklich in den eigenen Reihen haben möchte.

 

Sowohl Jon Robinson als auch Mike Vrabel haben mehrfach betont, dass Simmons diesen Vorfall zutiefst bereut, alles dafür tut, seinen Fehler von vor ein paar Jahren wieder gut zu machen und einen ausgezeichneten Charakter hat. Alles, was man im Anschluss von Simmons gesehen und gehört hat (Simmons saß bei seinem Interview weinend und überwältigt vor den versammelten Medien und sprach offen über die gesamte Situation), lässt einen zu der gleichen Meinung kommen. Simmons hat sein Privatleben nun im Griff und ist von sich selbst mehr enttäuscht als es jeder andere sein könnte.


A.J. Brown mit Pick #51 zu bekommen ist ein einziger Traum. Wer hätte erwartet, dass Brown soweit fallen könnte? Vor dem Draft wurde stets gesagt, dass man Mariota alle Möglichkeiten geben muss und auch möchte, um sich überhaupt beweisen zu können. Hierfür sollte neben der Offensive Line auch der Receiver-Corps verstärkt werden. Als Receiver haben wir nun neben Tight End Delanie Walker, 2017 5th overall Pick Corey Davis und den in der Free Agency geholten Adam Humphries noch A.J. Brown. Taywan Taylor, der eigentlich als Speedster der Offense seinen Stempel aufdrücken sollte, konnte dies bislang nicht. Vielleicht kann man sich durch den Brown-Pick aber auch bei Taylor nun wieder mehr auf seine Stärken fokussieren.

 

Bei vielen Experten gilt A.J. Brown als der kompletteste Receiver der 2019-Draft-Class und ist am ehesten “NFL-ready”. In unserer Draft-Preview hatten wir A.J. Brown als eher unrealistisch angesehen, da wir der Meinung waren, man müsste ihn an #19 picken oder für ihn hochtraden, um ihn zu erreichen. Zudem hat er im College mehr im Slot gespielt, wo Adam Humphries in der Free Agency ja geholt wurde. Falls ihr denken solltet, A.J. Brown ist nur im Slot aufgehoben, empfehlen wir den ausführlichen Bericht über Brown, den Florian in Kürze uploaden wird.


Nate Davis flog ein wenig unter dem Radar. Wie bereits in unserer Draft-Preview geschrieben, wurde Davis von den Experten in einer Range von 3rd Round-Talent zu 6th Round-Talent gehandelt. Wir selber haben ihn als Day-3-Prospect gehandelt und als sein Name in Runde 3 verkündet wurde, schwang schon ein bisschen der Gedanke mit, ob das nicht etwas früh wäre. Bei einigen kam wahrscheinlich sogar die Frage “Wer?!” auf, da man in Vorberichten zum Draft über viele O-Liner etwas lesen konnte, Davis aber eher selten dort auftauchte. Im Interview wirkte Davis sehr sympathisch und intelligent, scheint mit einem hohen Football-IQ glänzen zu können. Und wenn man sich sein Tape noch etwas intensiver anguckt, erkennt man auch, warum Davis Jon Robinson und Co. so gefallen hat.

 

Er wird augenblicklich in den Kampf als Starter auf der rechten Guard-Position einsteigen und selbst wenn Pamphile zu Beginn ggf. noch Starter sein wird, ist Davis spätestens ab 2020 der Favorit auf die Starter-Rolle als Right Guard. Dazu aber mehr in dem ausführlichen Bericht zu Davis, der in Kürze gebracht wird.


Die Whatsapp-Gruppe war natürlich schon wieder gut aktiv und wir haben ein wenig hin und her überlegt, wer unser nächster Pick sein könnte. Da waren plötzlich die Titans “on the clock”. Uptrade von #121 an die #116 (ohne Pick-Verlust!!!). D’Andre Walker, Deionte Thompson (Safety, Alabama, an #139 zu den Cardinals) und Amani Hooker schwirrten als Namen durch die Gruppe. Und wir bekamen Hooker. In den Scouting-Berichten liest man des Öfteren, Hooker sei zu klein und schmächtig für seine Position. Seine Athletik sei nicht gut genug.

 

Dies hat ihn bis in Runde 4 fallen lassen, wo die Titans zugeschlagen haben. Es hätte kaum besser laufen können. Falls ihr Zweifel habt, auch zu Hooker wird es einen sehr ausführlichen Bericht in den nächsten Tagen geben.


Den Namen dürftet ihr gerade schon einmal gelesen haben. Als die Titans an #116 hoch getraded sind, um Hooker zu picken, war auch Walker einer unser Wunschkandidaten. Dieser fällt dann tatsächlich bis zu unserem Pick in Runde 5 und wieder hat Jon Robinson uns unseren Willen gegeben. Mehr bedarf es wohl kaum zu sagen. Auch hier waren wir wieder absolut aus dem Häuschen. Vor dem Draft war Verstärkung für die Position des Outside Linebackers einer der Haupt-Wünsche für Pick #19. Und mit jeder Runde, wo gute Spieler geholt wurden, war auch ein wenig im Hinterkopf, dass da immer noch diese EDGE-Position bedient werden sollte.

 

In der Draft-Preview haben wir 10 EDGE-Defender vorgestellt. Walker war unsere Target-Nummer 6 und ein Kandidat für Pick # 51. Ihn mit dem Pick #168 zu bekommen, ist für uns dementsprechend ein absoluter Steal. In Rotation mit Altmeister und Mentor Wake wird Walker früh die gegnerische O-Line aufmischen wollen.

 

Achtung: Hinweis: Ausführlicher Bericht incoming… 🚨


Natürlich hätte es uns gefreut, wenn Jon Robinson unsere Treffer-Quote bei 100% gehalten hätte und auch mit dem Pick #188 einen Spieler geholt hätte, den wir in unserer Preview hatten, aber die Enttäuschung verflog schnell. Zunächst herrschte in der großen Runde doch eher eine gewisse Unwissenheit, weil David Long Jr. doch nicht jedem geläufig war. Ok, zugegebenermaßen waren wir auf Informationen von außerhalb angewiesen, um uns wieder richtig froh werden zu lassen. Was wir da jedoch als Reaktion auf den Pick und an Informationen über Long Jr. bekamen, war mehr als positiv. Erneut war “undersized” ein Makel, jedoch wusste Long Jr. dennoch produktiv zu sein und zu überzeugen. Dana Holgorsen, jetziger Trainer an der University of Houston und ehemaliger Trainer von West Virginia und David Long Jr., ist voll des Lobes für ihn.

 

Quote von Dana Holgorsen: “He’s a straight running badass. He’s the toughest one I’ve ever had at WVU. There’s not one dude on our whole team that would mess with him. He’s tough and backs it up with his play.”

 

Jo. Nehmen wir. Gefällt uns. Ein harter Hitter gegen den Lauf und.. Ach was, ihr sollt ja noch den ausführlichen Bericht über David Long Jr. lesen.


Fazit

Es wirkt wirklich so, dass die vorab genannten Phrasen, Mike Vrabel und Jon Robinson wären auf einer Wellenlänge und würden zusammen entscheiden, eben doch nicht nur Phrasen waren, sondern der Realität entsprechen. Alles in allem kann man nur sagen, dass wir rundum zufrieden mit dem Ausgang des Drafts sind und uns nur noch mehr auf die neue Saison freuen. TitanUp!

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