Rivalitäten


Werfen wir mal einen Blick auf die Rivalitäten, die das Team vom Cumberland River mit anderen Teams in der Liga pflegt. Es gibt manche Rivalitäten, die heutzutage nicht mehr eine solche Beachtung haben wie vor 15 Jahren, denn nach der Auflösung der AFC Central und der Neugründungen der AFC South sind manche der damaligen Rivalitäten heutzutage nicht mehr so präsent. Eine ist z.B. die mit den Cleveland Browns. Diese Rivalität wurde weitergeführt mit den Baltimore Ravens, aber eine wirkliche Browns Rivalität konnte nach deren Neugründung nicht mehr aufgebaut werden.

AFC Central

Pittsburgh Steelers (30-48)

Diese Rivalität geht bis in die 70er Jahre zurück, dem NFL AFL Merger. Die Titans, damals noch als Houston Oilers unterwegs, sind wie die Pittsburgh Steelers Gründungsmitglied der AFC Central gewesen. Das erste NFL Spiel überhaupt konnten die Oilers damals in Pittsburgh gewinnen und somit wurde der Weg geebnet für diese Rivalität. Auf dem Platz konnten die Steelers die meisten Siegen feiern, auch aufgrund der goldenen Ära der 70er. Als die NFL die neue AFC South gründete, plädierten sowohl die Steelers als auch die Titans dafür, in der gleichen Division zu spielen, der AFC North. Die Steelers und die Bengals waren gesetzt. Der Stadt Cleveland wurde, als die Franchise nach Baltimore abwanderte, versprochen, ein Teil der neuen Division zu werden. Somit bliebe noch ein Startplatz. Man entschied sich für die Ravens, das letzte Team der Division zu werden. Seitdem trafen die Titans und Steelers nur vier Mal während der regulären Saison aufeinander. Als die Teams sich Mitte der 2000er in den Playoffs trafen, gab es immer noch eine knisternde Stimmung im Stadion. Doch seitdem ein paar Jahre vergangen sind und die Vergangenheit immer weiter verblasst, ist diese Rivalität fast nicht mehr vorhanden.


Baltimore Ravens (11-12)

Die Rivalität gegen die Ravens war eine der heißesten der NFL von 1999-2001 und dauerte bis 2008 an. Die Ravens waren vor ihrem Umzug nach Baltimore als Browns in Konkurrenz der Oilers in der AFC Central. Doch so richtig heiß wurde es erst 1999. Ray Lewis gegen Eddie George war eines der besten RB-LB Duelle in der Geschichte der NFL. Warum Ray Lewis so dominant wurde? Aufgrund von Eddie George! Nachdem Ray Lewis ein paar Mal von Eddie über den Haufen gerannt wurde, nahm dieser sich vor an Masse zuzulegen, um Backs wie Eddie George stoppen zu können. Das war der Startschuss für eine erfolgreiche Karriere auf dem Feld. Die Ravens waren das erste Team, dass bei den Titans im Adelphia Coliseum (heute Nissan Stadium) gewinnen konnte auf dem Weg zum Super Bowl 2000. Während der Regulären Saison und in den Playoffs gingen sie als Sieger vom Platz. Shannon Sharpe goss weiter Öl ins Feuer und sagte danach: „Maybe we should charge the Titans rent to keep playing in our house. Better yet, maybe we should just foreclose on it.“. Doch nicht nur Worte wurden gewechselt. Auch flogen Fäuste während und nach den Spielen. Jegliche guten Gepflogenheiten wurden vergessen und es wurde sich öffentlich zum Hass bekannt. Doch nachdem sich die Divisionwege 2002 trennten,  wurde es ruhiger. 2003 konnten die Titans in Baltimore das Wild Card Spiel gewinnen und danach kam die große Rivalität nur noch ein letztes Mal auf, in den Playoffs 2008. Die Ravens gingen als Sieger vom Platz, nachdem die Referees die Titans um den Sieg brachten. Seit 2003 wurden die Steelers die größten Rivalen der Ravens und Rivalität mit den Titans wechselte von „on fire“ zu „ice cold“.

AFC SOUTH

Houston Texans (18-16)

Die Rivalität mit den Texans ist die jüngste aller Rivalitäten. Nachdem 2002 Houston die Texans bekam, wurde die AFC South gegründet. Als Bud Adams 1996 Houston mit dem Team verließ, gab es viel böses Blut. Die Einwohner von Houston boykottierten fast die gesamte letzte Saison der Oilers in Houston und der Astrodome glich einem Friedhof. Die Zuschauer auf den Rängen konnten die Audibles der QB‘s komplett verstehen, so leise war es. Die Anhänger der Texans denken bis heute, dass die Gewinne der AFL, die Hall Of Famer und die Errungenschaften nicht den Oilers, also den Titans, gehören, sondern Houston. Elden Campbell feuert diese Rivalität sogar mit an in dem er sagte, dass er ein Teil der Houston Oilers war, Houston seine Stadt ist und er keine Verbindung zu den Tennessee Titans pflegt und diese nicht sein Team sind. Ein besseres Beispiel hierfür wäre z.B. Robert „Doctor Doom“ Brazile. Der Höhepunkt der Rivalität auf dem Feld waren unter anderem die Schlägerei zwischen Andre Johnson und Cortland Finnegan und der Walk-Off Touchdown von Vince Young (ehemaliger QB der Texas Longhorns). Diese Rivalität kommt erst in den letzten Jahren so richtig zur Geltung, seitdem beide Teams erfolgreich werden. Bisher war es immer der Fall, dass eines der beiden zu schlecht war, um wirklich Rivalität aufkommen zu lassen.


Indianapolis Colts (16-32)

Den Ursprung dieser Rivalität ist auf einen einzigen Mann zurückzuführen. Peyton Manning. Der Held aus Tennessee, der Hero, der von den Colts 1998 an erster Stelle gedraftet wurde. Viele Tennesseeans folgten auf Peytons Spuren und unterstützten die Colts (Ich kenne sogar jemanden speziellen -.-). Somit war Tennessee bevor das Team überhaupt anfing in Nashville zu spielen entzweit. Der heilige Peyton bei den Colts oder die bald ansässigen Titans. Doch dauerte es bis 2002 bis diese Rivalität sich richtig etablierte, denn nachdem es fast keine Berührungspunkte gab, spielte man auf einmal zwei Mal im Jahr gegeneinander. Wenn es in der NFL einen Angstgegner für die Titans gibt, dann sind es die Colts. Seitdem gingen die Colts 25 Mal als Sieger vom Feld und die Titans nur sechs Mal. Hoffentlich kommt der nächste Sieg am letzten Spieltag der regulären Saison 2018. Nachdem Peyton die Colts verlassen hat, wurde es beim Record gegen den QB auf Seiten der Colts sogar noch schlechter. Bisher konnte man noch nie eine Begegnung gegen die Colts gewinnen wenn Andrew Luck spielte und das sind mittlerweile 10 Spiele.


Jacksonville Jaguars (29-20)

Die größte Rivalität, welche die Titans pflegen ist die gegen die Jags. Diese startet direkt im ersten Jahr der Titans Geschichte, 1999, als beide Mannschaften noch in der AFC Central spielten. Die Jaguars waren im Jahr 1999 das Team der Liga mit dem besten Record. Man konnte die Saison mit 14-2 beenden und verlor in der ganzen Saison nur 3 Spiele, alle drei gegen die Titans. Im AFC Championship-Game war Schluss für die Mannschaft aus Jacksonville, nachdem man sich mit 33-14 geschlagen geben musste und die Titans somit zum Super Bowl fahren durften. Ab Mitte der 2000er erlange diese Rivalität einen Tiefpunkt, der knapp zehn Jahre anhielt. Die Jags konnten sich von diesem Trauma nie wirklich erholen und konnten seit 2000 nur vier Saisons mit einem positiven Record beenden, während die Titans bis 2008 eine sehr erfolgreiche Zeit hatten. Die Jags wurden Anfang bis Mitte 2000 von einem anderen Team als großer Rivale abgelöst. Ab 2009 befanden sich die Titans auf einem absteigenden Ast und spielten in den nächsten Jahren nur noch um den First Overall Draft Pick. Während dieser Zeit war, egal wie schlecht die Teams spielten, eines klar. Die beiden Mannschaften gehen im direkten Duell mit einem Unentschieden nach Hause. Doch dann begannen beide aufstrebende Teams der NFL zu werden und die alte Rivalität fachte wieder auf. Seit dieser Zeit dominieren auch die Titans die Jaguars und konnten in der Saison 2017 und 2018 beide Spiele für sich gewinnen. Stand heute, sind sie der größte Rivale der Tennessee Titans.